
Obwohl der heute sichtbare Brunnen aus dem 17. Jahrhundert stammt, reicht die Ausbeutung der Salzquelle bis in die Jungsteinzeit zurück und dauerte bis ins 19. Jahrhundert.
Beschreibung
Ausgrabungen am Grund des Brunnens zwischen 1999 und 2002 ermöglichten die Kohlenstoffdatierung einer Faschinenfaschinen aus der ersten Hälfte des 6. Jahrtausends v. Chr. (zwischen 5800 und 5500), was auf eine sehr frühe Nutzung dieser Salzwasserquelle hindeutet. Letztere wurde 1636 wiederentdeckt. Das Mauerwerk des Brunnens stammt aus dieser Zeit. Die Nutzung wurde daher bis Mitte des 14. Jahrhunderts ununterbrochen fortgesetzt. 1840 verbot ein neues Gesetz diese Art von Anlage. Der Brunnen wurde geschlossen. Er wurde jedoch nicht zerstört, wie es die Behörden gewünscht hätten. 1899 ließ die Gemeinde das Gebäude, in dem sich der Brunnen aus dem 17. Jahrhundert befand, wieder aufbauen.
Die Ausgrabungen legten das aufgegebene Bergbausystem frei. Der Brunnen mit einem Durchmesser von 1,5 m ist noch vorhanden. Er besteht aus Kalkstein und ist heute durch ein Tor verschlossen. Um diesen Brunnen herum wurde ein großer Block aus sehr großem Schutt errichtet. Seine besondere Form (er zeigt steil nach Norden) schützte den Betrieb vor den Überschwemmungen des nahegelegenen Flusses. Im Süden befindet sich die Tür, die den Zugang zum Brunnen ermöglicht. Vor dieser Tür, leicht östlich, stehen zwei rechteckige Tanks von etwa 2 m x 1,5 m. Diese in einer Reihe angeordneten Salztische dienten der Verdunstung von Wasser und der Salzkonzentration. Der erste ist gefüllt; der zweite, etwas weniger als 1 m tief, ist mit Terrakottafliesen gepflastert.
Quelle: Allgemeines Inventar des kulturellen Erbes der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur