
Das Château des Magnans, erbaut von Louis Fortoul, dem Gründer von Las Fabricas de Francia in Guadalajara, liegt am Berghang, an dem Ort namens Les Magnans, und erinnert an die Seidenraupenzucht, die dem Dorf im 18. Jahrhundert Wohlstand brachte.
Beschreibung
Die spektakuläre Baustelle begann im Jahr 1903 und dauerte bis 1914. Sie erforderte den Einsatz zahlreicher Arbeiter, darunter auch Dorfbewohner, die nach Abschluss der Feldarbeiten am Bau beteiligt waren.
Für dieses außergewöhnliche Architekturprogramm opfert sich der Architekt Ramelli einer archäologischen Nachahmung. Die imposante weiße Silhouette, die auf einem mächtigen Sockel aus rustiziertem Schutt errichtet wurde und an den Palast von Monaco und bestimmte herrschaftliche Paläste in italienischen Städten erinnert (man denke auch an Schloss Neuschwanstein von Ludwig II. von Bayern), konzentriert an der Südfassade alle Elemente einer fantasievollen gotischen Architektur: quadratischer Turm mit Belvedere, Galerie mit falschen Pechnasen, zinnenbewehrter Turm und dreiflügelige Erker, die unter profilierten Entlastungsbögen doppelt oder dreifach angeordnet sind.
Eine monumentale doppelte Außentreppe mit geraden Treppenläufen und durchbrochenem Geländer bildet den Rahmen für den Haupteingang. Bescheidener und auf andere Weise malerischer ist der Zugang zum Bauernhaus am Eingang des Schlosses auf der rechten Seite, der mit einem Steingarten (Imitation von Ästen aus Zement) gestaltet ist. Die gleiche Technik wird mit den Gartenmöbeln auf der Terrasse kombiniert.
Im Inneren erhellt ein monumentales Glasdach das Treppenhaus. Es handelt sich um ein neugotisches Werk des in Grenoble geborenen Glaskünstlers Louis Balmet, das sich in die archäologische Pastiche-Logik des Architekturprogramms einfügt.
Das Château des Magnans ist seit 1987 im ergänzenden Inventar der historischen Denkmäler aufgeführt.